Partner

Münchner Verkehrsbetriebe (MVG)

Region

München, Deutschland

Ridepooling-Dienst

MVG IsarTiger

Zusammenfassung

Als wachsende und prosperierende Metropole steht München vor einer Reihe Herausforderungen im Bereich Mobilität. Um überfüllten U-Bahnen, massiven Staus und Mangel an Parkplätzen entgegenzuwirken, entschied sich die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zu einem neuen, innovativen Angebot: mit einem Ridepooling-Dienst den traditionellen Nahverkehr bedarfsgerechter gestalten und damit an die Mobilitätsbedürfnisse der Stadt und ihrer Bürger anpassen.

Sich dem Handlungsbedarf bewusst werden

Als Folge der Urbanisierung bekommt München die Belastung einer wachsenden städtischen Bevölkerung zu spüren: Hohes Verkehrsaufkommen, verstopfte Straßen in der Stadt, überlastete Verkehrsinfrastrukturen und erhöhte Luftverschmutzung haben massiven Einfluss auf die Lebensqualität der Bürger. Die hohe Konzentration sozialer und wirtschaftlicher Aktivitäten in der Innenstadt führt zu einer wachsenden Nachfrage nach Mobilität. München zeichnet sich weiterhin durch eine hohe Pkw-Nutzung aus, etwa 70% der städtischen Haushalte besitzen mindestens ein Auto. Dabei befinden sich Münchner Autofahrer 140 Stunden im Jahr im Stau und die Autos stehen durchschnittlich 23 Stunden pro Tag auf Parkplätzen. Die steigende Nachfrage nach Parkplätzen führt zudem zu Platzmangel und schränkt den Lebensraum der Bürger ein. Daher nutzen immer mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel, jährlich sind es rund 596 Millionen. Der Druck auf die Verkehrsbetriebe, ihr Angebot flexibel, modern und digital zu gestalten und damit eine Alternative zum Individualverkehr im Privatfahrzeug anzubieten, wächst enorm. Angesichts dieser Herausforderungen begann die MVG, ihr Mobilitätskonzept neu zu überdenken, um den wachsenden Ansprüchen der Metropole gerecht zu werden.

Im Juli 2018 führten die Münchner Verkehrsbetriebe den MVG IsarTiger ein, einen Ridepooling-Dienst, der mithilfe von Softwarelösungen und Beratungsleistungen von door2door umgesetzt wurde. Der MVG IsarTiger wird ergänzend zu bereits bestehenden Dienstleistungen des öffentlichen Nahverkehrs angeboten und verfügt weder über feste Routen noch Fahrpläne. Stattdessen kann er flexibel über die App abgerufen werden. Der von door2door entwickelte, intelligente Algorithmus stellt sicher, dass der MVG IsarTiger trotz seiner spontanen Verfügbarkeit mehrere Fahrgäste zusammen bündelt und dabei stets die schnellsten und effizientesten Routen fährt. Der flexible Ridepooling-Service bringt dabei die Passagiere von den Haltestellen der MVG zu individuell bestimmten Zielen, das heißt bei Wunsch sogar bis vor die Haustür. Im Testbetrieb fahren die Shuttle-Fahrzeuge an drei Abenden pro Woche durch ein 120 Quadratkilometer großes Revier mit einer Nachfrage von bis zu 8.000 Anfragen pro Wochenende. Mit dem On-Demand-Angebot erweitert die MVG ihren Service bedarfsgerecht, um sich so langfristig den neuen Mobilitätsherausforderungen zu stellen.

Bei On-Demand-Lösungen führt der Fahrgast die Regie. So kann Mobilität nach Maß bestellt werden, anstatt sich an einem Fahrplan und Linienweg orientieren zu müssen.

Ingo Wortmann, Vorsitzender der MVG Geschäftsführung

Den richtigen Partner finden

Für die Umsetzung des MVG IsarTigers suchte das Münchener Nahverkehrsunternehmen nach einem Partner, mit dem ein flexibler und moderner Mobilitätsdienst implementieren werden kann, ohne dass auf die eigene Souveränität verzichtet werden muss. In diesem Rahmen kam es zum Austausch zwischen door2door Gründer und Co-CEO Dr. Tom Kirschbaum und Andreas Steinbeisser, Marketingleiter der MVG. In ersten Gesprächen wurden die Ziele beider Unternehmen und die Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Lösung zur Bewältigung der Mobilitätsherausforderungen in München schnell deutlich. Entscheidend war dabei nicht nur die technologische Kompetenz, sondern auch der partnerschaftliche Ansatz von door2door: Das Unternehmen unterstützt Nahverkehrsanbieter dabei, Ridepooling selbstständig zu betreiben und in ihr Verkehrsnetz zu integrieren, ohne bestehende Angebote zu kannibalisieren.

door2door ist begeistert, mit der MVG zusammenzuarbeiten, um On-Demand-Mobilität in München voranzutreiben. Den Münchnern stehen nun intelligente und effizientere Pendelmöglichkeiten zur Verfügung und die Stadt kann ihre führende Position als fortschrittliche Mobilitätsmetropole ausbauen.

Dr. Tom Kirschbaum, Gründer und Co-CEO von door2door

An einer gemeinsamen Vision arbeiten

Die MVG begreift die bestehenden Herausforderungen als Chancen und möchte durch ihr neues Angebot die städtische Mobilität in München verbessern. Staus und Luftverschmutzung sollen reduziert werden, indem öffentliche Verkehrsmittel zugänglicher und effizienter werden. Das Unternehmen profitiert dabei von der vielversprechenden Kombination aus der eigenen jahrzehntelangen Erfahrung als Mobilitätsanbieter, sowie der Technologie-Expertise und dem datenbasierten Ansatz door2doors. Zusammen können beide Unternehmen durch Digitalisierung und Integration des Ridepooling-Dienstes eine kostengünstige, innovative und nachhaltige Alternative zum eigenen Pkw bieten.

Der MVG IsarTiger komplettiert die Wege in der Stadt von A nach B. Er schließt damit auch Lücken, die der klassische ÖPNV nicht schließen kann, und ist ein wichtiger Schritt der MVG auf dem Weg zum integrierten Mobilitätsdienstleister der Landeshauptstadt München.

Ingo Wortmann, Vorsitzender der MVG Geschäftsführung

  • August 2016

    Beginn der Kooperation

  • Juli 2018

    Start Testphase MVG IsarTiger

  • Juni 2019

    Vervierfachung des Betriebsgebiets von 33 km2 auf 120 km2

  • Juli 2019

    Integrierung ins digitale München via m-login

  • Dezember 2019

    Launch MVG ParkstadtTiger Schwabing

  • 2020

    Geplanter öffentlicher Launch von MVG IsarTiger

Gemeinsam zur zügigen Umsetzung

Mit der Überzeugung, einen neuen Ridepooling-Dienst in München zu starten, kam auch der Wunsch nach einer zügigen Umsetzung des Projektes. In der ersten Entscheidungsphase im Sommer 2017 begann das door2door Consulting Services Team mit der Visualisierung und Simulation verschiedener Szenarien für einen Ridepooling-Dienst. Mit Hilfe einer Mobilitätsanalyse wurden die lokalen Strukturen und die vorhandene Mobilitätssituation der Stadt untersucht. Ein datenbasierter Vergleich von Angebot und Nachfrage ermöglichte es uns, zusammen mit der Expertise der MVG, ein effizientes Betriebsszenario einschließlich Betriebsgebiet und Zielgruppe für das neue Ridepooling-Angebot zu analysieren und identifizieren. Hierfür wurde die door2door eigene Software „Insights" verwendet, die Mobilitätsdaten für eine umfangreiche Übersicht zusammenführt.

Der MVG IsarTiger startete im Juli 2018 mit einem Testlauf und 15 Fahrzeugen in der Münchner Innenstadt. In der ersten Testphase adressierte die MVG insbesondere junge, technisch-affine Erwachsene, die vor allem nachts einen flexiblen, komfortablen und sicheren On-Demand-Service benötigen.

  • August 2016

    Beginn der Kooperation

  • Juli 2018

    Start Testphase MVG IsarTiger

  • Juni 2019

    Vervierfachung des Betriebsgebiets von 33 km2 auf 120 km2

  • Juli 2019

    Integrierung ins digitale München via m-login

  • Dezember 2019

    Launch MVG ParkstadtTiger Schwabing

  • 2020

    Geplanter öffentlicher Launch von MVG IsarTiger

Spezifikationen

  • Service-Design X:N: Passagiere starten an einer MVG Haltestelle (Bus, Tram, Metro) und werden von dort zu ihrem frei gewählten Zielort gebracht
  • Nutzer während der Testphase: Inhaber einer IsarCard (MVG Abonnement)
  • Besserer Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Verbessertes Mobilitätsangebot abends und nachts
  • Einfache Lesbarkeit der App auch für eingeschränktes Sehvermögen sowie barrierefreie Fahrten ab öffentlichen Start 2020

Startbildschirm der MVG IsarTiger App

Buchung über die MVG IsarTiger App

Positives Feedback

Die Reaktionen der Fahrgäste während der Testphase sind durchweg positiv: 88% aller Fahrten wurden in der App mit 5 Sternen bewertet. Die Nachfrage nach Ridepooling ist hoch, die Nutzer wünschen sich ein noch größeres Betriebsgebiet. Eine Umfrage der MVG zeigt weiterhin, wie gut das neue Ridepooling-Angebot bei den Endbenutzern wahrgenommen wird:

  1. 89% empfehlen den MVG IsarTiger weiter und 88% würden den Ridepooling-Service nach dem öffentlichen Launch weiter in Anspruch nehmen.
  2. 88% der Passagiere waren zudem zufrieden mit der Länge der Fahrten.
  3. 87% empfanden geteilte Fahrten als positiv, auch wenn sie dafür kurze Umwege in Kauf nehmen mussten. Als Gründe der Befürwortung wurde angegeben, die Umwelt schützen zu wollen, Geld zu sparen und neue Leute kennenzulernen.

Der MVG IsarTiger verbessert die ÖPNV-Versorgung am Abend und in der Nacht: Die Studienergebnisse bestätigen die hohe Nachfrage für diese Zeiten, denn ein Drittel der Passagiere nutzten den Service, um abends in eine Bar, einen Club oder von dort nach Hause zu fahren.

Konkretisierte Wachstumspläne für München

Das Pilotprojekt des IsarTigers mit 15 Fahrzeugen stellt einen wesentlichen Schritt und Meilenstein auf dem Weg zur autofreien Stadt dar. Nach Abschluss der erfolgreichen Testphase ist der öffentliche Start des MVG IsarTiger für 2020 geplant. Ab diesem Zeitpunkt wird der MVG IsarTiger allen Menschen in München zur Verfügung stehen.

Zudem vertieft die MVG mit dem ParkstadtTiger ihre erfolgreiche Kooperation mit door2door. Das Angebot bindet die Parkstadt Schwabingen mit 12.000 Arbeitsplätzen und ca. 6.000 Einwohnern weiter an und ermöglicht so auch Pendlern digitale On-Demand-Mobilität. Die Landeshauptstadt München wird die Betriebskosten mitfinanzieren und damit einen wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung des Münchner Mobilitätsangebots leisten.

Zudem ist eine Erweiterung des Betriebsgebiets und die Einbindung des Taxigewerbes geplant. Die Mobilitätsplattform von door2door ermöglicht der MVG eine ständige Anpassung des Angebots an die Nachfrage und eine schrittweise Erweiterung der Betriebsfläche und der Fahrzeugflotte. Des Weiteren wird der MVG IsarTiger noch barrierefreier gestaltet, sodass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Service nutzen können.

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